Slogan der Firma Gundelfinger GmbH in Chemnitz

Wasserfiebel

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  • Welches Frischwasser haben Sie? +

    Es gibt hartes, mittelhartes oder weiches Frischwasser. Hartes Frischwasser enthält viele Calcium- und Magnesiumsalze, die bei höheren pH-Werten ausfallen. Diese Kalkkristalle trüben das Wasser, überziehen die Wände und den Boden mit einer rauen Kruste und verstopfen Filter bzw. Rohrleitungen.

     Bei Verwendung von Brunnenwasser stellt sich meist noch ein zusätzliches Problem. Je nach Art und Menge der enthaltenen Eisenionen verfärbt sich das Wasser nach Zugabe von Desinfektionsmittel braun bzw. schwarz. Liegen Kupferionen im Frischwasser vor, kann eine Grünfärbung auftreten. Solche Verfärbungen können verhindert werden, indem Metalex dem Beckenwasser zugegeben wird. Kommt das Füllwasser aber bereits bräunlich in das Becken, muss das Eisen vollständig oxidiert und ausgeflockt werden.

  • Warum muss ich den pH – Wert prüfen ? +

    Die Einhaltung des richtigen pH-Wertes ist für die gesamte Schwimmbadpflege von besonderer Bedeutung. Der Idealwert liegt zwischen 7,0 - 7,4. Leider ist ein stabiler pH-Wert im Schwimmbad wasser sehr selten. Durch die Wassererwärmung kommt es besonders bei hartem Wasser immer wieder zu einem Ansteigen des pH-Wertes, der dann durch Zugabe eines säurehaltigen Mittels gesenkt werden muss.

    Da die Ausschläge des pH-Wertes zu Saisonbeginn erfahrungsgemäß am stärksten sind, sollte in den ersten Wochen der pH-Wert des Beckenwassers alle 1 - 2 Tage kontrolliert werden. Auch die Pflegemittel haben einen Einfluss auf den pH-Wert. Insbesondere beim flüssigen Natrium hypochlorit (= Chlorbleichlauge) muss damit gerechnet werden, dass sich der pH-Wert nach der Zugabe deutlich erhöht. Dies kann durch Zugabe von pH-Minus Granulat korrigiert werden.

    Ein pH – Wert größer  7,4 hat folgende nachteilige Effekte:

    • Abnehmende Wirkung von Chlor
    • Chlorgeruch durch gebundenes Chlor (Chloramine)
    • Schleimhautreizungen
    • Abbau des natürlichen Säureschutzmantels der Haut
    • Keine Flockungswirkung
    • Kalkausfällungen

    Ein zu niedriger pH-Wert kommt relativ selten vor. Meist passiert es in der zweiten Saisonhälfte, dass nach Abbau der sogenannten Pufferkapazität schon eine relativ kleine Zugabe von pH-Minus Granulat ausreicht, um den pH-Wert stark absinken zu lassen. Bei pH-Werten unter 7,0 muss mit Korrosion an Metallteilen und zunehmender Auswaschung von mörtelhaltigen Materialien gerechnet werden. Auch die Flockung funktioniert nicht richtig, wenn der pH-Wert zu niedrig ist. Ein zu niedriger pH-Wert wird durch die Zugabe eines alkalischen Granulates (pH-Plus Granulat) korrigiert.

  • Warum Desinfektion? +

    Im Schwimmbeckenwasser herrschen günstige Lebensbedingungen für verschiedene Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Algen) vor. Nur ein geringer Teil der Bakterien und Pilze sind krankheitserregend und bilden ein Infektionsrisiko für die Badenden, aber auch sie können durch rasche Vermehrung zu schleimigen Belägen und zu Trübungen des Wassers führen. Daher ist es notwendig, das Wasser durch eine wirksame Desinfektion in einem hygienisch einwandfreien Zustand zu halten.

    Weit verbreitet ist die Desinfektion des Schwimmbadwassers mit Chlor. Es bewirkt, dass die im Wasser vorhanden Verunreinigungen gebunden und Viren, Bakterien, Pilze sowie Sporen getötet werden. Das Chlor geht dabei eine unlösbare Bindung mit den Fremdstoffen ein und wird zu gebundenem Chlor. Das überschüssige (freie) Chlor wird erst dann aktiv, wenn erneut Fremdstoffe ins Wasser gelangen. Dieser Gehalt an freiem Chlor wird im Optimalfall alle 2 Tage gemessen und sollte 1 – 2 mg/l betragen.

    Je wärmer das Wasser ist, desto schneller vermehren sich die Keime und Bakterien und desto höher ist auch die Chlorzehrung (Verbrauch von freiem Chlor). Bitte beachten Sie auch, dass durch die Zugabe von Chlor flüssig der pH Wert angehoben wird und im daher ständig gesenkt werden muss.

  • Was ist eine Stosschlorung (Schockdesinfektion)? +

    Unter Stoßchlorung versteht man eine Behandlung des Wassers durch eine Überdosis an Chlor. Möglich Chlorgranulat (Calciumhypochlorid) oder schnelllöslichen Chlortabletten. In der Regel wird eine Stoßchlorung nach folgenden Ereignissen durchgeführt:

    • starker Badebetrieb
    • nach längerem Stillstand des Wassers
    • zu hoher Gehalt an gebundenem Chlor im Wasser
    • Verkeimung des Filters

    Beachten Sie bitte, dass eine Stoßchlorung ausschließlich außerhalb des Badebetriebes durchgeführt werden sollte! Besonders eignen sich hierfür die späten Abendstunden, also eine Behandlung über Nacht, da hier die Sonneneinstrahlung und Wärmeentwicklung am geringsten ist.

    Der Chlorgehalt des Pools muss auf 3-5 mg/l angehoben werden. Dieser erhöhte Wert wird so lange beibehalten, bis das Wasser wieder klar ist, auch wenn dies bedeutet, dass nachdosiert werden muss. Die Filteranlage sollte während dieser Zeit möglichst lange laufen, damit das Wasser ausreichend umgewälzt wird. Wichtig ist auch der optimale pH Wert, damit das Chlor seine volle Wirkung entfalten kann. Dies kann bis zu 2 Tage dauern.

    War die Behandlung erfolgreich, sollte der Filter rückgespült werden und die Filterkartusche gereinigt werden.

  • Wieso sind Algen im Pool? +

    Aus Algensporen, die aus der Luft eingetragen werden, können im Schwimmbad gefährliche Algenbeläge werden. Da besonders Braun- und Schwarzalgen eine hohe Chlorresistenz aufweisen, kommt es leicht zu Algenbefall in Ihrem Pool. Erste Anzeichen von Algenwachstum sind rutschige Stellen im Pool oder an der Poolumrandung. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Beläge je nach Algenart grün, braun, rot oder schwarz.

    Algen im Schwimmbad stören nicht nur optisch, sie beeinträchtigen auch die Desinfektion. Algizide wirken gegen alle Algentypen die im Schwimmbad vorkommen können. Algen benötigen zum Leben Licht, Nährstoffe und Wärme. All das ist in einem Freibad im Sommer ausreichend vorhanden. Mit rechtzeitiger, regelmäßiger Zugabe eines Algizids lässt sich das Algenwachstum von vornherein unterbinden.

    Ein Algenverhütungsmittel greift in die Stoffwechselvorgänge der einzelligen Algen ein und verhindert die Zellteilung. Algenprohylaxe funktioniert aber nur dann, wenn genügend Wirkstoff im Wasser ist. Da sich gute Algizide auch an andere organische Partikel anlagern, was den sog. „Klareffekt“ bewirkt, baut sich der Algizidgehalt kontinuierlich ab. Aus diesem Grund sind für einen sicheren Schutz vor Algenwachstum wöchentliche Zugaben in der empfohlenen Menge erforderlich.

    Haben sich Algen gebildet reicht es in den meisten Fällen nicht, ein Algizid zuzugeben. Hier muss mit einer erhöhten Dosis Chlor gearbeitet werden. Ein Algenbefall kann auch ein Zeichen dafür sein, dass die Filteranlage zu klein ist und das Wasser nicht oft genug umgewälzt wird.

  • Warum ist das Wasser trüb? +

    In der Regel entsteht trübes Wasser durch Kalkablagerungen, Algen oder Bakterien. Entgegenwirken kann man der Trübung durch Einsatzes eines Flockungsmittels, bei Algen und Bakterien empfehlen wir eine Stoßchlorung, bzw. den Einsatz eines Algenvernichters.

    Bei hartem Wasser kommt es leicht zu Kalkablagerungen. Dieser weiße Belag ist nicht nur unansehnlich und unangenehm, sondern schadet auch dem Wasserkreislauf Ihres Pools und kann den Filter zusetzen. Dies beeinträchtigt die Wasseraufbereitung. Stellen Sie unbedingt den pH Wert richtig ein.

    Es kann auch sein, dass Trübungen durch eine ungenügende Filterung entstehen. Das Beckenvolumen sollte täglich mindestens 1,5 Mal umgewälzt werden. (Filterlaufzeit 6-8 Stunden)

    Der Kartuschenfilter sollte regelmäßig gesäubert und der Sandfilter wöchentlich rückgespült werden. Wir empfehlen einen Wechsel des Filtersandes alle 2 Jahre, da der Sand im Laufe der Zeit nicht mehr die Fähigkeit besitzt, die Verunreinigungen zurückzuhalten.

  • Flockung ja oder nein? +

    Flockung ist kein „Muss“ bei der Wasserbehandlung. Trotzdem setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass Flockung ein relativ preiswertes Mittel ist, um die Wasserqualität entscheidend zu verbessern.

    Jeder Filter kann Feinpartikel nur bis zu einer bestimmten Größe zurückhalten, kleinere Schmutz und Trübstoffe laufen durch den Filter. Beim Einsatz eines Flockungsmittels lagern sich diese Wirkstoffe an die Schmutzteilchen an und bilden großvolumige, gut filterbare Flocken. Diese bleiben durch ihre Größe im Filter hängen. Der Aufbau dieser Flockenschicht auf der Oberseite des Filtermediums erhöht die Filterqualität erheblich, man spricht vom Anschärfen des Filters.

    Ideal ist Flockung bei Sandfiltern. Bei einigen Kartuschenfiltern ist Flockung auch möglich, jedoch müssten die Filterkartuschen in wesentlich kürzeren Intervallen ausgewaschen werden.

    Mit der Flockung erreicht man zweierlei positive Effekte:

    1. Das Wasser wird kristallklar, da auch kleine Trübstoffe im Filter bleiben.
    2. Da diese Belastungsstoffe mit der nächsten Filterreinigung/Rückspülung aus dem Wasserkreislauf verschwinden, wird das eingesetzte Desinfektionsmittel entsprechend entlastet.
  • Wie erfolgt die Überwinterung des Pools? +

    Zunächst sollte das Schwimmbecken gründlich gereinigt werden. Den pH Wert auf 7,0 – 7,4 einstellen

    Und dann eine Stoßchlorung durchführen.

    Das Überwinterungsmittel nach Dosieranleitung Schwimmbadoberfläche verteilen.

    Umwälzpumpe etwa drei Stunden laufen lassen.

    Dann den Wasserspiegel bis ca. 20 cm unter den Einlaufdüsen

    ablassen, um Frostschäden zu vermeiden.

    Wir empfehlen auch eine geeignete Abdeckung über dem Pool anzubringen.

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